Presseberichte

Albrecht Dürer ist der Star der Finissage

Mit einem Vortrag über den Renaissancekünstler endete die Jubiläumsausstellung des Kunstvereins Montabaur

Montabaur. Vor Kurzem fand in der Kunsthalle Montabaur die Finissage der Jubiläumsausstellung des Kunstvereins Montabaur statt. Der Verein hatte sich 2008 mit der Zielsetzung gegründet, in Montabaur ein anspruchsvolles Kunst- und Kulturprogramm für alle Altersstufen zu schaffen. Dies sollte insbesondere über die Vernetzung mit anderen Kulturschaffenden und Kunstinteressierten geschehen. Sein zehnjähriges Bestehen feierte der Verein nun mit einer Ausstellung unter dem Motto „Step by Step“ in der vor zwei Jahren eröffneten Kunsthalle in der Paehlerstraße 2. Fast alle Künstler des Vereins hatten Werke der vergangenen zehn Jahre zusammengetragen und zu einer Sammelausstellung vereinigt. Auf diese Weise ließ sich die Entwicklung einzelner Künstler wie auch der gesamten Gruppe gut nachvollziehen.

Den Abschluss der Ausstellung feierte man nun mit einer Finissage. Für die musikalische Umrahmung des Festakts sorgte das von Torsten Greis geleitete Renaissance-Ensemble mit den Musikern Andrea Scheugenpflug und André Gerst. Die Tonkünstler brachten ihre Musik auf Instrumenten zu Gehör, die den Originalen nachgebaut sind. Dabei kamen verschiedene Flöten, aber auch Gämshörner zum Einsatz.

Sie lieferten den klanglichen Hintergrund zum Hauptvortrag der Veranstaltung über den Renaissancekünstler Albrecht Dürer. Referent Rudolf Schneider erläuterte insbesondere dessen Meisterstich „Melencholia I“ näher, der in einem Denkbild den Typus des Künstlers zu Beginn der Renaissance charakterisiert. Dürer verortet den kreativen Menschen ganz modern zwischen Wahnsinn und Genie, sieht ihn allerdings dämonischen und kosmischen Einflüssen ausgesetzt, die sich über Magie beeinflussen lassen. Darin ist er noch ganz seiner Zeit verhaftet, die das baldige Weltende erwartete und in Naturerscheinungen wie Kometen oder Mond-Regenbögen apokalyptische Zeichen sah. Dürer war fest davon überzeugt, dass ein schaffender Mensch einen melancholischen Charakterzug besitzen müsse. Dabei berief er sich auf die alten Griechen, die Melancholie noch als Auszeichnung begriffen, während unsere heutige Epoche darin mehr eine Krankheit sieht. Mit seinem berühmten Kupferstich hat Albrecht Dürer bis zum heutigen Tag zahlreiche Künstler beeinflusst.

Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 24. Oktober 2018,

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