Presseberichte

Domizil gesucht: Montabaurer Atelier braucht neue Bleibe

WWZ 18 03 2019
Hans-Dieter Meuer nutzt gern das Angebot des offenen Ateliers. So wie er hoffen auch seine Mitstreiter darauf, dass es weitergeht.
Foto: Marvin Conradi

Viele Farben, bunte Ideen und zahlreiche Künstler, die sich zum gemeinsamen Interessenaustausch treffen: Seit zwei Jahren bietet das offene Atelier in Montabaur Kunstschaffenden die Möglichkeit, sich kreativ zu betätigen und neue Impulse zu sammeln. Da allerdings die Kunsthalle in Montabaur, die zwischen der Grundschule und dem Krankenhaus liegt, bald verkauft werden soll, suchen die Kreativen einen neuen Ort, um ihrer Leidenschaft freien Lauf zu lassen.

Hans-Dieter Meuer ist einer von rund 30 Teilnehmern, die sich regelmäßig im Atelier treffen. Langsam und konzentriert füllt er die Konturen eines Zebras mit Farbe. Insgesamt vier Stunden im Monat haben Künstler wie Meuer die Möglichkeit, ihrem Hobby nachzugehen. Mit den verschiedenen Techniken, wie unter anderem der klassischen Aquarell- und der Ölpastellmalerei, schaffen es die Kunstschaffenden auf sehr unterschiedliche Weise, das Thema „Natur“ zu interpretieren.

Die Ergebnisse ihres Schaffens sollen nicht verborgen bleiben. Die Gruppe um die Organisatoren Thekla Greiner, Sandra Illenseer und Ingeborg Krekel stellt deshalb ihre Werke für eine Ausstellung zusammen. Am 15. März ist die Vernissage, gut zwei Wochen lang sind dann die Kunstobjekte zu sehen. Eine solche Ausstellung ist dann aber vermutlich zum letzten Mal in der Kunsthalle zu sehen – sofern es mit dem Verkauf alsbald klappt.

Um weiterhin Malern in Montabaur und Umgebung die Möglichkeit zu bieten, sich kreativ zu entfalten, sucht Ingeborg Krekel eine neue Bleibe für das Atelier. Viel braucht es nicht. Neben einem Wasseranschluss sollte der Raum, der für rund zwölf Stunden in Monat genutzt wird, auch eine Heizung und einen Parkplatz in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsorts besitzen. Für Krekel wäre es traurig, wenn die Kunsthalle im Sommer schließen müsste, weil sich keine Ersatzstätte gefunden hat: „Es wäre zumindest sehr, sehr schade.“ Doch so weit ist es ja noch nicht. Trotzdem wirbt sie für ihr Projekt: „Das offene Atelier dient der Förderung des kreativen Austauschs und den Verbesserungsvorschlägen der Maler untereinander. Allgemein ist wissenschaftlich bekannt, dass durch die Anzahl von kreativen Angeboten unser Gehirn noch mehr gefördert wird und Glückshormone freigesetzt werden“, sagt die Organisatorin.

Aktuell bietet das Team um Ingeborg Krekel drei Termine für die Künstler im offenen Atelier an. Wer angemeldet ist, kann zwei Sitzungen im Monat für 6 Euro nutzen. Aktuell finden die Treffen am Montagvormittag und -abend sowie am Donnerstagvormittag statt.

Die Beiträge kommen der gemeinnützigen Historica-Stiftung zugute, die die Halle aktuell betreibt. Sind die Hobby-Künstler erst einmal am Werk, sind den Techniken eigentlich keine Grenzen gesetzt. Auch Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich. Jeder arbeitet nach seinem Können und seinen Vorstellungen, allein oder mit anderen. Das Atelier wird somit auch zu einem Ort der Begegnung – ein Ort, der jedoch eine neue Bleibe braucht.

Von unserem Mitarbeiter Marvin Conradi

Quelle: www.rhein-zeitung.de

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