Presseberichte

Geballte Frauenpower in der Kunsthalle Montabaur

Kultur Ausstellung läuft noch bis Mitte März

Montabaur. Die Historica Stiftungs-Gesellschaft Montabaur widmet sich noch bis zum 12. März mit einer Ausstellung in der Kunsthalle dem Thema „Die Frau in der Bildenden Kunst“. Anlass ist der Weltfrauentag, der für die Organisatoren ein Anstoß war für drei Veranstaltungen, bei denen die Frauen in den Mittelpunkt gestellt werden (wir berichteten). Offiziell begangen wird er am 8. März und entstand als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen und die Emanzipation von Arbeiterinnen.

WWZ 2017 02 18Die Trilogie der Historica-Stiftung begann jetzt mit der Vernissage in der Montabaurer Kunsthalle. Die Ausstellung präsentiert die künstlerische Aufarbeitung des Frauenbildes in 65 Gemälden und 15 Skulpturen etlicher Künstlerinnen und Künstler. Grundstock für die Schau ist eine private Sammlung, die um aktuelle Arbeiten von Kunstschaffenden ergänzt wird.

Bernhilde Skrebutis zitierte bei der Begrüßung der Vernissagegäste aus Meyers Konversationslexikon aus dem Jahr 1894. Dort ist zu lesen: „Dem Manne der Staat, der Frau die Familie.“ Daran habe sich bis heute viel geändert, so Bernhilde Skrebutis, die allerdings an verschiedenen Beispielen auch deutlich machte, dass es bei der Gleichstellung von Mann und Frau bis heute in bestimmten Bereichen hapere. Sie stellte weiter fest: „Im heutigen Kunstbetrieb ist die Anerkennung für Künstlerinnen und Künstler sehr ungleich verteilt.“ So liege zum Beispiel der Anteil der Bilder von Künstlerinnen in Museen und Sammlungen nur bei fünf bis acht Prozent der Bestände.

Das ist bei der Ausstellung in der Kunsthalle ganz anders, denn dort sind sämtliche Exponate bis auf jene aus der privaten Sammlung das Ergebnis künstlerischen Schaffens von Frauen aus der Region. Zu sehen sind Werke von Brigitte Butzchen-Nowack, Maria Dimitriou, Erika Feig, Ursula Geissler, Thekla Greiner, Sandra Illenseer, Kerstin Köberer-Stumpf, Uli König, Inge Krekel, Ilona Lemmer, Simone Carole Levy, Rita Metternich-Roos, Anneliese Weyand, Maria Zühlke, Maria Thul-Kämmel, Brigitte van Laar und Ingrid Vogt.

Bei der Vernissage skizzierte Veronika Todorova übrigens ein „Tongemälde“ von ganz besonderer Brillanz. Die Virtuosin auf dem Tastenakkordeon sorgte bei der Ausstellungseröffnung für einen berauschenden musikalischen Rahmen.

Die Ausstellung in der Kunsthalle in Montabaur in der Paehlerstraße 2 ist bis zum 12. März zu sehen. Öffnungszeiten sind jeweils donnerstags von 16 bis 20 Uhr, samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 16 Uhr. An den Fastnachtstagen vom 23. Februar bis 1. März bleibt die Ausstellung geschlossen.

Westerwälder Zeitung vom Samstag, 18. Februar 2017

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