Presseberichte

Historica rettet alte Bausubstanz vor dem Verfall

headline01-07-2015

Zwei alte Fachwerkhäuser im Stadtkern von Montabaur können dank privater Investoren und der gemeinnützigen Stiftung Historica Montabaur vor dem Verfall gerettet werden. Bereits eingerüstet ist das Objekt am Kleinen Markt 13 am Rande der Fußgängerzone. Die ehemalige Gaststätte in der Altstadt hatte ein Gesellschafter der Stiftung vorsorglich 2011 bei einer Zwangsversteigerung erworben. Inzwischen wurde das Gebäude an die Eheleute Alexandra und Matthias Grossmann verkauft, die mit der Sanierung des denkmalgeschützten Hauses begonnen haben.

In zwei Jahren soll das mehr als 300 Jahre alte Anwesen in neuem Glanz erstrahlen. Gleichzeitig wird auch die Sanierung der St. Anna-Vikarie samt Fuhrmannskapelle neben der katholischen Pfarrkirche vorbereitet. In diesem Fall ist die Stiftung Historica inzwischen selbst Eigentümerin.

Zur Erinnerung: In der gemeinnützigen Stiftungs GmbH Historica Montabaur haben sich Bürger zusammengeschlossen, um markante Bauwerke in der Altstadt zu erhalten. Gebäude, für die es noch keinen Investor gibt, sollen zunächst vor dem Zerfall bewahrt werden, damit der historische Stadtkern für Bewohner und Besucher attraktiv bleibt. Die Stiftung erwirbt zum Beispiel alte Fachwerkhäuser bei Versteigerungen, um sie anschließend an Investoren zu vermitteln, die sich in Denkmalschutzprojekten bewährt haben. Die Mitglieder wollen verhindern, dass stadtbildprägende Bausubstanz durch unterfinanzierte Konzepte verkommt. Die Stiftung hat dabei notfalls auch einen langen Atem, versichern die Gesellschafter Gilbert Skrebutis und Adolf Becker-Flügel.

Im Falle des Fachwerkhauses am Kleinen Markt 13 hat sich dieses Konzept bereits ausgezahlt: Mit Alexandra und Matthias Grossmann konnten potente Investoren gefunden werden, die Denkmalschutz nicht als unnötige Bürde, sondern als reizvollen Auftrag betrachten. In Zusammenarbeit mit ihrem Architekten Volker Simon wird das Gebäude samt historischer Wendeltreppe im Innenraum nun restauriert und erhalten.

Die Bauzeit wird voraussichtlich zwei Jahre betragen, erklärt Alexandra Grossmann. Über den Fortschritt informiert das Ehepaar regelmäßig auf einer Facebookseite mit dem Namen „Kleiner Markt 13“. Dort werden gelegentlich auch Baustellenbilder gezeigt. Eine Kneipe oder gar Shisha-Bar wie in den vergangenen Jahrzehnten soll es in Zukunft wohl nicht mehr in dem Gebäude geben. Es existiere zwar noch kein endgültiges Konzept für die künftige Nutzung, erklären die Eigentümer. Ein Café im Erdgeschoss und Ferienwohnungen in den oberen Stockwerken seien aber zum Beispiel denkbar, heißt es. Das Gebäude hat eine Nutzfläche von circa 300 Quadratmetern auf zweieinhalb Etagen.

 

Für die St. Anna-Vikarie und Fuhrmannskapelle bei der katholischen Kirche St. Peter in Ketten gibt es ebenfalls noch kein endgültiges Nutzungskonzept. Die Stiftung möchte zunächst instabile Hölzer und Balken austauschen. Für diese Maßnahme wurden etwa 60 000 Euro an Spenden gesammelt, die in die Sicherung der Bausubstanz fließen. Es werden weiterhin noch Sponsoren gesucht. Das historische Bauwerk soll später voraussichtlich zu Wohnzwecken hergerichtet werden. Das Interesse der Bevölkerung an den Projekten ist schon jetzt beachtlich. Anlässlich des Mittelaltermarkts in Montabaur war die Fuhrmannskapelle kürzlich für Besichtigungen geöffnet. Rund 850 Menschen nahmen die Gelegenheit wahr, einen Blick ins Gebäude zu werfen. Der Montabaurer Fotograf Olaf Nitz erstellte inzwischen auch einen virtuellen Rundgang durch das Bauwerk, der im Internet angesehen werden kann. Thorsten Ferdinand

 

Der virtuelle Rundgang durch die Fuhrmannskapelle ist auf der Internetseite http://nitz-fotografie.de/Rundgaenge/stannavikarie/start.html zu finden.

 Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 1. Juli 2015

 

Rundgang durch die St.Anna Vikarie von Olaf Nitz - Fotografie

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