Presseberichte

Joseph Beuys und sein Werk im Fokus

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Interessiert lassen sich Bernhilde und Gilbert Skrebutis vom Kunstverein Historica von Rudolf Schneider (links) in die Geheimnisse einer
seiner Installationen einweihen.
Foto: Hans-Peter Metternich

Kunst Experte Rudolf Schneider hielt zwei Vorträge

Montabaur. Wer eine Affinität für Joseph Beuys entwickelt, aber mit dessen Werken nicht so recht umzugehen weiß, der ist nach den beiden Vorträgen am Wochenende in der Kunsthalle in Montabaur von dem bekennenden Beuys-Fan Rudolf Schneider zumindest um einiges aufgeklärter. Eingeladen zu diesem Event hatte die Historica-Stiftung.

Waren es am Samstag nur etwa 20 Kunstinteressierte, so war die Kunsthalle in der Paehlerstraße am Sonntag recht gut besucht. Rudolf Schneider hat sich mit dem „Mann mit dem Filzhut“ und dessen Werken intensiv beschäftigt. Die Essenz aus seinen Recherchen hat er in zwei Vortragssequenzen über das Revolutionäre an der Kunst von Joseph Beuys zusammengefasst und in der Kunsthalle ausführlich vorgestellt. Der Referent gab mit seinen Vorträgen keinen Überblick über das gesamte Schaffen von Beuys. Vielmehr hat er anhand von ausgewählten Kunstwerken versucht, bei den Zuhörern ein tieferes Verständnis für diese revolutionäre Kunst zu entwickeln.

Dabei handelte es sich um Schlüsselwerke, die das Potenzial zu einem Aha-Erlebnis besitzen. Im ersten Vortrag beleuchtete Rudolf Schneider die 1969 entstandene Installation „The pack“ (das Rudel). Ein Hauptanliegen von Beuys war der Begriff „Intuition“, denn er sah in ihr die Erkenntnismethode der Zukunft. Der Begriff Intuition war dann auch der Dreh- und Angelpunkt am zweiten Vortragsabend. Die Ausführungen des Referenten befassten sich deshalb hauptsächlich mit Werken, die diesen Schlüsselbegriff zum Thema haben. So zum Beispiel die „Intuitionsbox 1968 1986“. Auch hier ging Rudolf Schneider bei der Erläuterung der Entstehung, der Beschreibung und der Deutung bis ins kleinste Detail. Nicht ohne deutlich zu machen, dass es sich dabei um seine ganz persönlichen Interpretationen handelt, die andere, vielleicht auch konträre Deutungen, nicht ausschließen.

Auch wenn der eine oder andere im Anschluss der Vorträge vielleicht Beuys immer noch nicht schätzen gelernt hat, so hat Rudolf Schneider doch eine Lanze dafür gebrochen, dass Beuys zu Recht als Ikone der modernen Kunst gehandelt wird. Das Kulturangebot in der Kunsthalle in Montabaur in der Paehlerstraße 2 geht weiter.

Am Freitag, 20. Oktober, 19.30 Uhr, musiziert Alexandra Lehmler mit dem deutsch-französischen Quartett „sans mots“. Kartenreservierungen sind per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter der Telefonnummer 02602/4523 möglich. Hans-Peter Metternich


Westerwälder Zeitung vom Dienstag, 10. Oktober 2017

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