Presseberichte

Klarinette wird zum musikalischen Zauberstab

Konzert „Queen of Klezmer“ Irith Gabriely, Pianist Peter Przystaniak und Sängerin Anja Stroh begeistern

WWZ 2018 06 20pDie Historica-Stiftung hat in ihrem kulturellen Schaffen einen weiteren Meilenstein gesetzt. „Kultur um 11“ heißt die neue Reihe, die am Sonntagmorgen in der ausverkauften Kunsthalle in Montabaur mit Irith Gabriely, der „Queen of Klezmer“, der Mezzosopranistin Anja Stroh und dem Pianisten Peter Przystaniak einen fulminanten Auftakt nahm. Foto: Hans-Peter Metternich

Montabaur. Mit dem ersten Konzert in der neu konzipierten Reihe „Kultur um 11“ hat die Historica-Stiftung einen Volltreffer gelandet, der nicht nur den passionierten Klezmer-Freunden eine unvergessene Matinee beschert hat. Um mit den Worten zu spielen: Die „Kultur um 11“ war ein himmlisches und königliches Vergnügen zugleich. Himmlisch, weil das außergewöhnliche Konzert unter dem Motto „And The Angels Sing“ stand. Und königlich, weil mit Irith Gabriely die „Queen of Klezmer“ in der ausverkauften Kunsthalle gastierte. An ihrer Seite standen mit der Mezzosopranistin Anja Stroh und dem Pianisten Peter Przystaniak zwei weitere herausragende Künstler.

WWZ 2018 06 20ernhilde und Gilbert Skrebutis, die Initiatoren und Motoren dieser besonderen Veranstaltung, versprachen den Zuhörern eingangs ein musikalisches Erlebnis von außergewöhnlicher Brillanz. Sie hatten nicht zu viel versprochen: zwei Stunden lang erfüllte Musik das Auditorium, die nicht nur unter die Haut, sondern auch in die Beifall bekundenden Hände und Füße ging. Die Queen hatte noch keine zehn Takte auf ihrer Klarinette intoniert, da war auch das Publikum schon mittendrin. Irith Gabriely kennt bei ihrem Programm keine stilistischen Grenzen. Ihr Repertoire enthält sowohl klassische Werke als auch Klezmer, Jazz und eigene Kompositionen.

In der Kunsthalle stand die hohe Kunst der Klezmer-Musik, die eine begnadete Klarinettistin geradezu zelebrierte, im Vordergrund. Der Pianist und die Sängerin waren der „Queen of Klezmer“ zwei kongeniale Begleiter. Wie lobte Irith Gabrieli doch den Pianisten Peter Przystaniak: „Der macht einfach alles mit.“ Und wie der alles mitmachte. Przystaniak und die Klarinettistin verschmolzen sozusagen zu einer musizierenden Einheit, die durch die Ausdrucksstärke der Sängerin noch betont wurde. Der unvergleichliche Umgang der Klezmer-Königin mit ihrer Klarinette ließ diese bei aller Natürlichkeit und Lockerheit geradezu zu einem musikalischen Zauberstab werden. Die drei Protagonisten sprühten vor Lebensfreude, um anschließend im Handumdrehen in tiefe Elegie zu versinken. Und als die Engel dann anfingen zu singen, erwiesen Irith Gabriely, Peter Przystaniak und Anja Stroh Benny Goodman und seinem Song „You Smile And The Angels sing“ ihre tief empfundene Reverenz. Das alles geschah, wie schon gesagt, mit einer gespielten Leichtigkeit, die die hohe Kunst des Musizierens und des Improvisierens ausdrucksvoll unterstrich. Wie sagte doch die Klezmer-Queen augenzwinkernd: „Improvisation heißt, dass jeder seinen Senf dazugibt.“

Doch die „Kultur um 11“ war mehr als eine würzende Zutat. Sie war ein musikalisches Festmenü, wie es besser nicht hätte serviert werden können. Oder wie ein begeisterter Zuhörer es formulierte: „Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten kulturellen Hochgenuss um elf.“ Bernhilde und Gilbert Skrebutis arbeiten daran, dass die Freunde der Historica-Stiftung nicht allzu lange auf den nächsten Leckerbissen warten müssen. hpm

Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 20. Juni 2018

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