Presseberichte

Kunst macht Schule und Schule macht Kunst


Bildung Dernbacher Grundschüler stellen ihre Werke in Montabaur aus

 

WWZ vom  20.06.2017Montabaur. Neue Wege – das war eines der Projekte der vierten Klassen der Grundschule Dernbach. In Anlehnung an Werke von Paul Klee wurden Acrylbilder angefertigt, die in einem gedanklichen Zusammenhang mit der Situation der Kinder am Entscheidungspunkt der weiteren Schullaufbahn stehen.

Entstanden ist eine wunderschöne, professionell ausgerichtete Ausstellung, die jetzt mit einer Vernissage eröffnet wurde. Mehr als 150 Gäste waren gekommen, um die Werke der jungen Künstler zu betrachten. Sie waren nicht nur über das hohe künstlerische Niveau der Arbeiten erstaunt, es waren auch die Äußerungen der Kinder, die Anlass zum Staunen und Nachdenken gaben. „Kunst ist für mich wie das Leben. Man kann beim Malen viel mehr verstehen und Gefühle ausdrücken. Wenn ich male, kann ich zeigen, ob ich fröhlich oder traurig bin“, erläuterte die zehnjährige Sarah zu ihrem Bild. Die Bedeutung des Kunstunterrichts als Wegbereiter von wichtigen Eigenschaften des menschlichen Lebens und Erlebens wird wohl am besten von Newa ausgedrückt: „Ich liebe es zu malen, und wenn ich dabei etwas nicht schaffe, dann versuche ich es immer und immer wieder. Und wenn ich es dann geschafft habe, bin ich stolz.“

Entwickelt wurde das Projekt nach einem Vorbild der Kunsthalle Rostock, in der jedes Jahr eine Ausstellung von Rostocker Schulen organisiert wird. Der Vorschlag von zwei Kunstlehrerinnen der Grundschule Dernbach, dieses Projekt aufzugreifen, wurde von Bernhilde und Gilbert Skrebutis, den Betreibern der Kunsthalle Montabaur, begeistert unterstützt. Auch, weil sie selbst schon Kinderkunstwerke im Museum für Kinderkunst in Oslo gesehen hatten und von diesen Werken berührt waren.

In seiner Eröffnungsansprache betonte Gilbert Skrebutis die Wichtigkeit, „achtsam mit den Werken der Kinder“ umzugehen. Marko Sommer, Museumspädagoge im Museum Ludwig in Koblenz und Kunstlehrer, zollte den Kindern höchstes Lob: „Viele Werke übertreffen in ihrer Kreativität die Vorbilder Julian Schnabel, Niki de Saint Phalle und James Rizzi.“ Sommer hob auch den Mut der Kinder hervor, verschiedene Techniken zu mixen, um zu der erwünschten Bildaussage zu kommen. Er betonte den Wert eines guten Kunstunterrichts, der bedeutsam im Prozess des Erwerbs von emotionaler Intelligenz sei, die im heutigen Berufsleben eine immer größere Bedeutung erhalte.

Stadtbürgermeisterin Gabriele Wieland war so beeindruckt, dass sie gerne eines der ausgestellten Kunstwerke erworben hätte. Die in Teamarbeit entstandene Aquarellcollage „Birdies“ der Klasse 4a war jedoch schon wenige Minuten nach Eröffnung der Ausstellung verkauft.

Moderiert wurde die Vernissage von den Schülern Matthias Dennebaum und Chiara Herz, die die Stars der musikalischen Darbietungen vorstellten und ihre Rektorin Regina Eimermacher-Raczek ankündigten. Diese konnte und wollte den Stolz auf „ihre“ Kinder kaum verbergen. Der Applaus der Besucher am Ende ihrer Rede drückte auch den Stolz der Kinder und Eltern auf „ihre“ Schulleiterin aus, die mit Um- und Weitsicht dieses Projekt unterstützt und gefördert hatte.

Die Absicht der Kunstlehrerinnen Carmen Ahrens und Marion Brieler, eine künstlerisch ansprechende Kinderkunstausstellung zu organisieren, darf zu Recht als erreicht angesehen werden. Interessant sind aber auch die vorher nicht so erwarteten Nebeneffekte: Die Lehrerinnen berichten „von einer, während der Arbeit an der Ausstellung weit über das Fach Kunst hinausgehenden, positiven Stimmung“ in beiden Klassen. Trotz relativ hoher Anforderungen an die Qualität der Werke, sei mit viel Freude und Enthusiasmus gearbeitet worden.


Westerwälder Zeitung vom Dienstag, 20. Juni 2017

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