Presseberichte

Wie Dada Kunst und Leben beeinflusste

Weiterbildung Kunstform lockte viele Besucher zum Mitmachen und Staunen

WWZ 8 02 2017Montabaur. Das Haus der Jugend Montabaur hat Ende Januar in der Kunsthalle Montabaur 101 Jahre Dadaismus gefeiert. Das Team hatte als Mitstreiter den Kunstverein Montabaur und die gemeinnützige Stiftung Historica aus Montabaur gewonnen, die ihre Räumlichkeiten als Veranstaltungsstätte bereitstellten.

Um nachzuempfinden, was die Kulturrevolte Dada beabsichtigte, trafen sich schließlich viele Interessierte in der Kunsthalle. Es wurde spontan auf Papierbögen an den Wänden gemalt, angefeuert von der freien Künstlerin Steffi Schmoltzi. Inmitten eines Berges von unterschiedlichen Materialien für Mixed-Media-Ideen saß der Grafikvirtuose und Graffitikünstler Eugen Schramm, um die Collagetechniken der Dadaisten zu vermitteln.

Die Teilnehmer konnten auch viele ungewöhnliche Instrumente „aus aller Welt und Zeit“ ausprobieren, mitgebracht vom Künstlerehepaar Nicole und Jürgen Bräutigam aus Stahlberg. Großes Interesse fand zum Beispiel die „singende Säge“, die mit einem Geigenbogen in Schwingungen versetzt wird. Einige der Instrumente kamen am Ende des Abends bei einer musikalisch-literarischen Performance der Bräutigams mit einer jungen Teilnehmerin zur Geltung. Auch die Künstlergruppe „Oktoober“, Sabine Felker und Jürgen Waldmann, setzte sich performativ und intermedial mit dem Tagesmotto auseinander. Der im Tagesverlauf entstandene Filmclip vereinte übereinandergelagert dramaturgische Metamorphosen und einen filmischen Rundgang durch das Tagesgeschehen in ungewöhnlicher Perspektive.

Höhepunkt der Dada-Veranstaltung war der witzige und aufschlussreiche Vortrag „Dada lebt!“ des Kulturjournalisten Andreas Pecht. Er erweckte in der Fantasie des Publikums die chaotisch-leidenschaftliche Atmosphäre des „Cabaret Voltaire“, der Heimat der Schweizer Dadaisten in Zürich, zum Leben. Auch den zeitgeschichtlichen Hintergrund rund um die Wirren während des Ersten Weltkrieges in Europa führte er vor Augen. Mit Fotobeispielen und lebhaft rezitierten Dada-Gedichten stachelte Pecht das Publikum zu mehr Widerstandsgeist auf.

Weitere Kunstworkshops bietet regelmäßig die Jugendkunstschule vom Haus der Jugend Montabaur an.

Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 8. Februar 2017

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