Presseberichte

Zum Auftakt kubanisches Flair mit einem Hauch Flamenco

WWZ 2017 05 29


Konzert Lulo Reinhardt und seine Band traten in der Montabaurer Kunsthalle auf

Montabaur. Die Kunsthalle in Montabaur bietet nicht nur den Bildenden Künstlern ein Domizil. Mehr und mehr entpuppt sie sich auch als Konzertsaal. Offenbar trifft die Historica-Stiftungsgesellschaft damit den Nerv der Freunde anspruchsvoller Musik, denn als vor Kurzem Lulo Reinhardt und seine Band dort auftraten, war das Haus, um es salopp auszudrücken, rappelvoll. Das vierköpfige Ensemble brachte mehr als zwei Stunden lang die Kunsthalle zum Beben.

Gilbert Skrebutis, Gründungsgesellschafter der Historica-Stiftungsgesellschaft, hatte in seiner Begrüßung einen unterhaltsamen Nachmittag versprochen. Doch was die Musiker darboten, war weit mehr als nur unterhaltsam – nämlich ein fulminantes, mit Gitarre, Gesang, Bass und Schlagzeug entzündetes Feuerwerk. Lulo Reinhardt, ein Großneffe des legendären Django Rheinhardt, gilt als einer der wichtigsten, authentischsten und unverwechselbarsten musikalischen Stimmen der Sinti. Er verbindet Elemente des Jazz, des Flamenco, der Latin-Music und des Sinti-Swing zu einer einzigartigen Mischung. An seiner Seite hatte er, der als einer der schnellsten Gitarristen der Welt gerühmt wird, den kongenialen Geigenvirtuosen Daniel Weltinger, den stets strahlenden Percussionisten Uli Krämer und den Bassisten Harald Becher.

Zum Auftakt ließ das Quartett kubanisches Flair mit einem Hauch Flamenco durch die Kunsthalle wehen. Viele der Stücke hat Lulo Reinhardt selbst geschrieben, die Namen entstammen meist momentanen Empfindungen des Komponisten – so zum Beispiel bei „Hommage an Rita“, „Hôtel de Paris“ oder „Katharina“. Es waren der unvergleichliche Rhythmus und die enorme Spielfreude, die das Publikum mitrissen. Die vier musikalischen Tausendsassas skizzierten die Auswanderung der Sinti aus Ägypten, die sich besonders im melancholischen Spiel der Geige widerspiegelte. Sie zelebrierten keltischen Sound und die emotionalen Momente des Tangos, und sie zeichneten das Leben des legendären Django Reinhardt in Musik nach. Das Publikum belohnte es mit Szenenapplaus und Beifallsrufen. Im Swing- und Walzertakt bewegten sich die vier Musiker nicht minder souverän und rissen das Publikum immer wieder zu Beifallsstürmen hin. Lulo Reinhardt erwies sich dabei nicht nur als genialer Gitarrist, sondern auch als amüsant moderierender Entertainer. Hans-Peter Metternich


Westerwälder Zeitung vom Montag, 29. Mai 2017

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